Schulprojekt "Endlich"
 

Allgemeines zum Schulprojekt "Endlich"

 

Seit 2015 bietet die Hospizgruppe Ingelheim e.V. das Projekt „Endlich“ für weiterführende Schulen an. Dahinter verbirgt sich ein Konzept von Projekttagen bzw. Projektunterricht für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 - 13 aller Formen weiter-führender Schulen (auch Berufs- und Förderschulen).

 

Durchgeführt wird „Endlich“ hier vor Ort von geschulten ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der Hospizgruppe Ingelheim e.V.; seit 2016 pflegen wir darüber hinaus eine enge Zusammenarbeit mit ebenfalls geschulten Mitarbeiterinnen der Hospiz-Hilfe-Bingen e.V. bei der Umsetzung des Projektes.

Worum geht es?
 

Jugendliche bekommen die Gelegenheit, sich in geschütztem und vertrautem Umfeld mit der Thematik "Sterben, Tod und Trauer" auseinandersetzen zu können. Durch flexibel gestaltete Unterrichtseinheiten (Information, Selbsterfahrung, Kreatives...) und im Gespräch mit Gleichaltrigen werden sie darin bestärkt, eine Offenheit für dieses doch schwierige Thema zu entwickeln. Darüber hinaus werden sie darüber informiert, an wen sie sich bei eigener Betroffenheit mit ihren Ängsten und Sorgen wenden können.

Wie läuft das praktisch ab
 

Grundsätzlich kann „Endlich“ – je nach Wunsch und Machbarkeit - als ein 1-Tagesprojekt oder auch verteilt auf 2 Halbtage an einer Schule durchgeführt werden. Möglich ist auch ein stundenweiser, kontinuierlicher Projektunterricht, der zum Beispiel in den Religions- oder Ethikunterricht eingebunden werden kann. Auch im Konfirmanden- bzw. Firmunterricht waren wir schon erfolgreich im Rahmen eines stundenweisen Unterrichtes tätig.
Die Unterrichtseinheiten umfassen grundsätzlich die Themen „Sterben und Tod“ sowie „Trauer und Trost“. Das Thema „Suizid“ kann nach Absprache als einzelnes Zusatzmodul mit einem gesonderten Termin angeboten werden.

Projektumsetzungen Endlich - Umgang mit Sterben, Tod und Trauer
 

Hier bekommen Sie einen Einblick in Berichte von verschiedenen Projekttagen. Mit dem Projekten soll eine Brücke gebaut werden. Eine Brücke, die vielleicht nicht aktuell von den einzelnen beschritten wird, die aber für zukünftige Ereignisse Wissen vermitteln will.

Umgang mit Sterben, Tod und Trauer
Ein Konzept für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 bis 13

Logo der Uniklinik Köln mit stilisiertem Wappen und Schriftzug.

Entwicklung Universitätsklinik Köln

 

Entwickelt wurde es federführend von Nicole Nolden und Kirsten Fay am Zentrum für Palliativmedizin der Universitätsklinik Köln (Prof. Dr. Raymond Voltz): Es wird kontinuierlich vom Deutschen Hospiz- und Palliativ-Verband (DHPV) und vom Bundesfamilienministerium unterstützt.
 

 

Beispiel: Das Projekt „Endlich! Sterben, Tod und Trauer“ am Stefan-George-Gymnasium

Die Kamera zoomt ganz nah an die Person heran, die Haare ganz kurz, das Gesicht aufgedunsen. Es ist kein schöner Anblick, dieser Mensch ist sehr schwer krank – todkrank. Neben der Frau auf einem kleinen Hocker ein junges Mädchen. Die beiden unterhalten sich sehr offen über die Ängste der Krebskranken, die nicht mehr lange zu leben hat.

 

Dieser Kurzfilm ist einer der vielen unterschiedlichen Zugänge zum Thema des Workshops, der nun schon zum 3. Mal am Stefan-George-Gymnasium in allen 10. Klassen durchgeführt wurde. Nach einer Pause und mehreren Anläufen für dieses Schuljahr konnten die ehrenamtlichen Referentinnen des Hospizvereines Ingelheim und der IGSL Bingen am 7. und 8. Juli das von der Universität Köln mitentwickelte Programm mit allen vier 10. Klassen gestalten. Interaktive Übungen, Rollenspiele, Informationen, kreative Einzel- und Gruppenarbeiten und eben auch die Kurzfilme, die Interviews mit Todkranken zeigen - auf ganz unterschiedlichen Wegen erreichen die Ehrenamtlichen, die alle selbst Erfahrung in der Begleitung sterbender Menschen aufweisen, die Jugendlichen.

 

Die Referentinnen sind es gewohnt, dass ihnen anfangs auch Skepsis entgegengebracht wird – das Thema wird im Alltag möglichst verschwiegen, unsere Gesellschaft ist so organisiert, dass der Tod normalerweise im Verborgenen stattfindet. Bei einer Schule mit über 1000 Schülerinnen und Schülern, dazu noch mehr als 100 Lehrkräften und weiterem Personal funktioniert das jedoch nur bedingt. Es vergeht kein Schuljahr, in dem nicht Mütter und Väter schwer erkranken und sterben, die Oma plötzlich nicht mehr da ist, ein Kollege beerdigt wird. Plötzlich sitzt da neben mir ein neuer Schüler aus der Ukraine, der noch ganz andere Erlebnisse mit sich herumträgt.

 

Mit dem Projekt soll eine Brücke gebaut werden. Eine Brücke, die vielleicht nicht aktuell von den einzelnen beschritten wird, die aber für zukünftige Ereignisse Wissen vermitteln will. Zugänge, die helfen, mit eigener und fremder Trauer umzugehen, um Hilfsangebote zu wissen und diese ohne Scheu auch in Anspruch zu nehmen. Eine erstmals hospitierende Kollegin fasst ihren Eindruck so zusammen: „Ich bin dankbar diese Erfahrung gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern gemacht zu haben. Es war schön mitzuerleben, wie sich junge Menschen für die Arbeit des Hospizes interessiert und sehr kluge Fragen gestellt haben. Das Thema „Tod und Sterben“ hat ein Stück weit seine Schwärze verloren.“
 

Bericht u. Bilder: M. Zobel

 

Informationen und Selbsterfahrung!

 

Hospizgruppe Ingelheim e.V. 

Talstraße 84

55218 Ingelheim

 

Tel.: 06132 / 714981

Fax: 06132 / 714982 

E-Mail: info@hospizgruppe-ingelheim.de

 

Spendenkonto Ambulanter Dienst:

Sparkasse Rhein-Nahe

DE85 5605 0180 0017 0544 87

MALADE51KRE

 

Spendenkonto Hospiz Sophia:

Volksbank Darmstadt Mainz

DE28 5519 0000 0117 9740 14
MVBMDE55

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